Formen und Einteilung - DidS - Diabetes in der Schule

Diabetes in der Schule
Fortbildung von Lehrkräften in Kitas und Schulen
Träger des Projektes: Deutsche Diabetes Hilfe für Menschen mit Diabetes, LV Mitteldeutschand e.V.
Title
Direkt zum Seiteninhalt
Besucherzaehler
Besucher-
zahl:

Formen und Einteilung

Diabetes kurz erklärt
Diabetes Typ-1
ist eine chronische Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse immer weniger bis kein, oder generell kein Insulin produziert. Dafür gibt es mehrere Ursachen, die Behandlung ist aber immer davon geprägt, dass das fehlende Insulin zugeführt werden muss. Das geschieht mittels eines sogenannten Pens oder einer Insulinpumpe unter die Haut des Betroffenen (subkutan).

Der Blutzuckerwert muss regelmäßig kontrolliert werden und ggf. durch Nahrungsaufnahme, insbesondere Traubenzucker (bei einem zu niedrigen Wert) oder durch Insulingabe (bei einem zu hohen Wert) ausgeglichen werden. Die meisten der Betroffenen sind zu diesem Selbstmanagement und der Selbsthilfe befähigt und werden durch die behandelnden Kinderdiabetologen und Diabetesberater (liebevoll oft auch als "Diafee" bezeichnet) gut betreut. Trotzdem können sie Hilfe benötigen, was insbesondere in Notsituationen für die Pädagogen zur Pflicht wird.
Diabetes-Typ-2
ist eine auch im Kindes- und Jugendalter zunehmende Erkrankungsform, bei der die Wirkung des Insulins an insbesondere Muskelzellen verringert ist. Damit kann der Traubenzuckerbedarf der Zellen nicht gedeckt werden, die Glukose kann aus dem Blut nicht in die Zellen gelangen. Man spricht von einer Insulinresistenz. Diese kann positiv beeinflusst werden, indem beispielsweise körperliche Aktivität und Gewichtsreduktion (häufig liegt ein Übergewicht mit einem hohen Fettzellenanteil in der Körpersubstanz vor) angestrebt werden. Eine gesunde Lebensführung, eine gesunde Ernährung, körperliche Betätigung, kurz gesagt: ein ganz normaler angepasster Lebensstil, können hier vorbeugend wirken und / oder den Krankheitsbeginn hinauszögern oder sogar verhindern. Diese Form des Diabetes hat eine genetische Grundlage, die neben der Vererbung auch durch unsere heutige falsche Lebensweise diese Krankheit begünstigt.
Symptome
deuten auf eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels über einen  längeren Zeitraum hin, sie sind oft erste Anzeichen für eine Diabeteserkrankung, sie treten unabhängig von der Erkrankungsursache selbst auf. Dazu gehören
-       Häufiges Wasserlassen
-       Vermehrtes Durstgefühl
-       Müdigkeit/Schlappheit
-       Gewichtsabnahme
-       Sehstörungen
-       Schlechte Wundheilung
-       Trockene Haut
Sollte solche Anzeichen bemert werden, dann sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Bei Kindern mit bereits bekannter Erkrankung können diese Symptome auf eine Entgleisung hinweisen und sollten nicht übersehen werden.
Ketoazidose
ist bei einer schweren Entgleisung des Blutzuckerspiegels eine Folge der Gegenreaktion des Körpers eine Übersäuerung im Gewebe auf, man spricht von einer Ketoazidose. Diese wird durch die krankheitsbedingte Stoffwechselleistung begründet, die in einer Bildung von Ketonkörpern gipfelt, es  tritt ein säuerlicher Mundgeruch auf (nach Azeton - wie Nagellackentferner).

Da bei Insulinmangel kein Zucker mehr zur Energieversorgung in die Zellen gelangen kann, müssen notfallmäßig andere Energiequellen des Körpers genutzt werden. Als Folge werden Körperreserven, insbesondere die Fettdepots, genutzt und unter Energiegewinn bis zur Stufe der Ketonkörper zerteilt. Durch ein Zuviel an Ketonen, die nicht mehr weiter abgebaut werden können, übersäuert der Organismus. Durch den erhöhten Blutzucker gelangt neben den Ketonkörpern auch Zucker in den Harn. Um den Konzentrationsunterschied auszugleichen, wird dem Körper vermehrt Wasser entzogen, sodass das Harnvolumen ansteigt. Häufiges Wasserlassen ist die Folge. Der Körper verliert größere Mengen an Wasser und Salzen. Durch den sehr starken Durst versucht der Körper, diesen Verlust letztlich erfolglos auszugleichen.

Zurück zum Seiteninhalt